{"id":244,"date":"2022-07-11T08:18:39","date_gmt":"2022-07-11T07:18:39","guid":{"rendered":"https:\/\/mepublic.ch\/?p=244"},"modified":"2022-08-01T08:51:32","modified_gmt":"2022-08-01T07:51:32","slug":"kobras-und-schlamm-vulkane","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mepublic.ch\/?p=244","title":{"rendered":"Kobras und Schlamm-Vulkane"},"content":{"rendered":"\n<p>Unweit vom Dorf Dedoplistskaro erhebt sich inmitten sanfter H\u00fcgel einsam ein alter Berg. In seinem Schatten f\u00fchren Stufen zur Klause des Hl. Ellias, die gut versteckt im Felsen errichtet wurde. Hier sitzen wir auf dem Sims des ehemaligen Glockent\u00fcrmchens und lassen den Blick schweifen \u00fcber die Shiraki Ebene, den Kocheri See und die fernen Ausl\u00e4ufer des Gombori-Massivs. Der Regen der Vortage hat die Luft gekl\u00e4rt, und im Licht der Abendsonne wirkt die Landschaft so frisch, als sei sie eben erst erschaffen worden.<br>Es t\u00e4uscht. Die Gegend galt als Kornkammer Georgiens, doch das zunehmend trockenere Klima l\u00e4sst Weizen und Sonnenblumen nur noch schlecht gedeihen, und mit den immer h\u00e4ufiger auftretenden D\u00fcrren breitet sich die W\u00fcste aus und stellt den legend\u00e4ren Kampfgeist der Einwohner auf eine harte Probe.  Nicht ihre erste! Fremde Heere fielen immer wieder in den strategisch wichtigen Ort ein, der als Einfallstor zu Georgien galt. Im Lauf der Geschichte haben sich die Kiziqi, so der Name der Einwohner, mutig gegen Perser, Mongolen, Bergst\u00e4mme Dagestans, und die rote Armee gewehrt. Und dennoch, die letzte Generation musste zusehen, wie zwei von f\u00fcnf Einwohnern den Ort verliessen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-4\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1920\" height=\"1275\" src=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Shiraki_plain.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-248\" srcset=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Shiraki_plain.jpg 1920w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Shiraki_plain-300x199.jpg 300w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Shiraki_plain-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Shiraki_plain-768x510.jpg 768w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Shiraki_plain-1536x1020.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption>Shiraki Ebene<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1275\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/St_Ellias.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-246\" srcset=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/St_Ellias.jpg 1275w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/St_Ellias-199x300.jpg 199w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/St_Ellias-680x1024.jpg 680w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/St_Ellias-768x1157.jpg 768w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/St_Ellias-1020x1536.jpg 1020w\" sizes=\"(max-width: 1275px) 100vw, 1275px\" \/><figcaption>Klause vom Hl. Ellias<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1920\" height=\"1275\" src=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/St_Ellias_2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-247\" srcset=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/St_Ellias_2.jpg 1920w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/St_Ellias_2-300x199.jpg 300w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/St_Ellias_2-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/St_Ellias_2-768x510.jpg 768w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/St_Ellias_2-1536x1020.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption>Klause &#8211; Glockent\u00fcrmchen<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag brechen wir auf zu den Schlamm-Vulkanen von Takhti-Tepha; zuerst aber verbringen wir zwei Stunden, um alle Bewilligungen f\u00fcr das Vaschlovani-Reservat einzuholen. Dann geht&#8217;s endlich los; mit ausreichend Wasser und frisch getankt biegen wir in die Schlagloch-Piste ein, die uns die kommenden 51km durchsch\u00fctteln und -r\u00fctteln wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuerst fahren wir an Weizenfeldern vorbei, dann an Wiesen, dann an Sonnenblumenfeldern, dann erneut Wiesen, bis diese langsam ausd\u00fcnnen. Die Landschaft ist sanft und wird zunehmend trockener und zunehmend stiller und verlassener. Unterwegs treffen wir Sch\u00e4fer und einen Landwirt, der in seinem Pickup neugeborene L\u00e4mmer und ein Kalb geladen hat, um mit diesen den Herden vorauszufahren. Auf halber Strecke treffen wir Arbeiter, die mit schwerem Ger\u00e4t Stahlrohre verlegen f\u00fcr eine Pipeline. <br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1920\" height=\"1275\" data-id=\"252\"  src=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/oilfield.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-252\" srcset=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/oilfield.jpg 1920w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/oilfield-300x199.jpg 300w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/oilfield-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/oilfield-768x510.jpg 768w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/oilfield-1536x1020.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption>\u00d6lfeld und weidende Rinder<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1920\" height=\"1275\" data-id=\"251\"  src=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/sheep_pipelineJPG-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-251\" srcset=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/sheep_pipelineJPG-1.jpg 1920w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/sheep_pipelineJPG-1-300x199.jpg 300w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/sheep_pipelineJPG-1-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/sheep_pipelineJPG-1-768x510.jpg 768w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/sheep_pipelineJPG-1-1536x1020.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption>Schafe bei der Tr\u00e4nke<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Gleich darauf f\u00e4llt der Weg in ein breites Tal, offenbar das Ziel der Pipeline. Planlos und wild verstreut lehnen Blechbaracken und stehen \u00d6ltanks herum und am Rande der &#8220;Station&#8221; entdecken wir die unverkennbaren Pferdekopfpumpen f\u00fcr die Erd\u00f6lf\u00f6rderung. Und um jeder Ordnung zu spotten, schlendert ein Dutzend zottelige Rinder ungest\u00f6rt grasend in der Anlage herum.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gr\u00fcn wird karger und wir fahren durch eine Ebene, die an Nordafrika erinnert, bis pl\u00f6tzlich das Dalis Wasser-Reservoir in der Mittagshitze auftaucht. Das blaue Wasser, der Oleanderhein am Ufer und die br\u00f6ckelnde Staumauer wirken surreal &#8211; ebenso bizzar ist die Geschichte des Damms. Mit dem Bau in den 1980ger wollte man das zweitgr\u00f6sste Wasserreservoir Georgiens errichten. Nach Schwierigkeiten beim Bau und den Kollaps der Sowjetunion beabsichtigte die Regierung den Damm f\u00fcr landwirtschaftliche Bew\u00e4sserungen zu nutzten. Menschen sollten in zwei D\u00f6rfer angesiedelt und das Land urbar gemacht werden &#8211; so die offizielle Version. Bei der ersten Flutung brach allerdings Panik unter den Arbeitern aus und das Vorhaben wurde buchst\u00e4blich versenkt &#8211; so die andere Version.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1920\" height=\"1275\" data-id=\"253\"  src=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Dalis_Reservoir.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-253\" srcset=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Dalis_Reservoir.jpg 1920w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Dalis_Reservoir-300x199.jpg 300w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Dalis_Reservoir-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Dalis_Reservoir-768x510.jpg 768w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Dalis_Reservoir-1536x1020.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption>Strange things &#8211; Dalis Reservoir<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><br>Fakt ist, der Damm wurde nie wie geplannt fertiggestellt, und von Anfang an erf\u00fcllte er keine Funktion. Er gilt als ein &#8220;<em>non-functional reservoir located in an open field<\/em>\u201d (so ein Staats-Hydrologe). Na ja, nicht ganz, denn offenbar gelang es einer Privatperson, sich das Recht bis 2030 zu sichern, ihre Melonen mit Wasser vom See zu giessen und sich glegentlich einen Karpfen zu angeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Von all dem wissen wir n\u00e4t\u00fcrlich nichts und wir wundern uns \u00fcber den Zweck und Sinn des verlassenen Sees, w\u00e4hrend wir auf dem Damm eine Pause machen. Kein Mensch ist zu sehen. Die Kinder vertreten die F\u00fcsse und wir schiessen ein paar Bilder vom Oleanderhein, dem See und den eigenartigen T\u00fcrmen, die aus dem Wasser ragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir lassen den See hinter uns und nach eimem kurzen Anstieg erreichen wir das Hochplateu von Iori. Die Steppe f\u00e4rbt sich hier bereits braun. In der Mitte des Plateaus entdecken wir einen mehrere Meter breiten Riss, der die gesamte Ebene durchzieht und dessen Kanten senkrecht in eine dunkle Leere abbrechen. Eine Viertelstunde sp\u00e4ter \u00f6ffnet sich der Riss und unser Toyota taucht der Piste folgend in den Schlund: es ist ein ausgetrockenes Flussbett, ein Wadi. Der Ausstieg gegen\u00fcber ist steil und sogleich verschwindet der Horizont unter der Haube des Gel\u00e4ndewagens. Im Gedr\u00f6hne des Motors mischt sich ein aufgeregtes Hupen. Hinter uns taucht ein weisser Hilux auf, hupend fordert er uns auf anzuhalten. Es sind Ranger. Nachdem wir ihnen unsere Bewilligung gezeigt haben, fordern sie uns auf, ihnen zu folgen. Es werden die schnellsten Kilometer unseres Abenteuers. Wir jagen ihnen hinterher. Im aufgewirbelten Staub sieht man zeitweise die Fahrspur nicht mehr. Georgier haben&#8217;s offenbar auch ausserhalb von Tbilisi eilig. Fehlt nur noch die Benny-Hill Musik, denn wie in einem Animationsfilm flitzen wir ihnen nach, erst entlang der Ebene, dann einen H\u00fcgelkamm hoch, dann runter, dann wieder hoch, bis sich der Weg gabelt. Der Hilux h\u00e4lt an, und die Ranger deuten uns, der linken Verzweigung zu folgen, wobei sie uns eindringlich warnen, uns vor den Kobras in Acht zu nehmen. Es ist klar, dass sie die giftige Levanteotter meinen, aber Kobra ist das beste Mittel gegen sprachliche Missverst\u00e4dnisse. Vor der gr\u00f6ssten Viper Europas hatten uns schon der Reisef\u00fchrer und die Dame der Parkverwaltung gewarnt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"680\" src=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/KleinePrinz1-1024x680.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-264\" srcset=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/KleinePrinz1-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/KleinePrinz1-300x199.jpg 300w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/KleinePrinz1-768x510.jpg 768w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/KleinePrinz1-1536x1020.jpg 1536w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/KleinePrinz1.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Takhti-Tepha &#8211; Planet des Kleinen Prinzen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-9 is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1920\" height=\"1275\" data-id=\"261\"  src=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Vulkane2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-261\" srcset=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Vulkane2.jpg 1920w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Vulkane2-300x199.jpg 300w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Vulkane2-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Vulkane2-768x510.jpg 768w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Vulkane2-1536x1020.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1920\" height=\"1275\" data-id=\"262\"  src=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Vulkane1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-262\" srcset=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Vulkane1.jpg 1920w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Vulkane1-300x199.jpg 300w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Vulkane1-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Vulkane1-768x510.jpg 768w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Vulkane1-1536x1020.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Der Weg f\u00fchrt weiter aufw\u00e4rts, bis wir ein weiteres Plateau erreichen, unser Ziel Takhti Tepha. Es ist, als h\u00e4tte uns der Kleine Prinz zu sich auf seinen Planeten eingeladen. Auf der sanft gerundeten Kuppe blubbert es leise und bed\u00e4chtig aus kniehohen Kegeln. Warmes Schlammwasser tr\u00f6pfelt aus den Kratern und versiegt oder verdunstet nach ein paar Metern, dabei bilden sich farbige Muster, die bei weiterem Trocknen feine Risse bekommen und weisslich werden. Wir haben das Gef\u00fchl, auf Puderzucker zu laufen und sind umso bedachter, unsere Neugierde und Bewunderung schonend auszukosten.<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/WeltBu\u0308hne-1024x680.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-263\" width=\"840\" height=\"557\" srcset=\"https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/WeltBu\u0308hne-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/WeltBu\u0308hne-300x199.jpg 300w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/WeltBu\u0308hne-768x510.jpg 768w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/WeltBu\u0308hne-1536x1020.jpg 1536w, https:\/\/mepublic.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/WeltBu\u0308hne.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><figcaption>Blick auf Iori Hochplateau<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Ort ist unaufdringlich, seine Gr\u00f6sse und Sch\u00f6nheit enfaltet sich langsam und mit wachsender Intensit\u00e4t. Am Ende stehen wir staunend auf diese B\u00fchne der Erdgeschichte und blicken hinunter auf die Iori Hochebene, auf die Regenbogen-Berge in der Ferne und den Dalis See, w\u00e4hrend der Wind hinter uns mit den Wolken Schattenspiele an die Azerbaidschanischen Bergen malt, weil Grenzen f\u00fcr ihn schon immer bedeutungslos waren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unweit vom Dorf Dedoplistskaro erhebt sich inmitten sanfter H\u00fcgel einsam ein alter Berg. In seinem Schatten f\u00fchren Stufen zur Klause des Hl. 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